Bolonka Cavalier King Charles Prager Rattler Bolonka2 Chi Havaneser Bolonka3 Sheltie Chi2

Homöopathie C - E

 

 

Der Hund im Alter

Das Abwehrsystem altert mit!

Einen Zusammenhang zwischen dem Alter des Menschen und seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen wurde schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem Forscher Metschnikow erkannt.

Er stellte die Theorie auf, dass bestimmte Keime im Magen-Darm-Bereich ein Gift produzieren, das die Zellen des Abwehrsystems dazu bringt, körpereigene Zellen anzugreifen.

Damals wurde diskutiert, daß die in Milchprodukten enthaltenen Laktobazillen die Giftproduktion und damit auch den Alterungsprozess stoppen sollten.

In den Siebziger Jahren dieses Jahrhunderts begann die Forschung sich verstärkt mit den Krankheiten des Alters zu beschäftigen. Dabei zeigte sich, dass der Alterungsprozess tatsächlich mit einer Fehlfunktion des Abwehrsystems verbunden ist. Während die T-Zell-vermittelte Immunität ab etwa dem 30. Lebensjahr allmählich nachlässt, steigt gleichzeitig die Rate rezidivierender Infekte, von Tumorerkrankungen und schließlich Alterskrankheiten an. Dies erklärt auch, dass verschiedene Infektionskrankheiten bei Älteren häufiger vorkommen und öfter zum Tode führen, und dass Impfungen keinen so umfassenden Schutz bieten, als bei Jüngeren.

Wie sich in den letzten Jahren zeigte, wird mit zunehmendem Alter die körpereigene Abwehr schwächer und kann der Bekämpfung von Krankheitserreger nicht mehr so gut nachkommen.

Auch die klinischen Symptome einer Erkrankung können sich bei älteren Menschen verändern. Sie können untypisch sein oder ganz fehlen. Klassisches Beispiel ist das Fieber, das deutlich seltener auftritt und im allgemeinen nicht so hoch ist. Im Alter liegt bereits die normale Körpertemperatur niedriger, daher wird empfohlen, die Zunahme der Körpertemperatur um ein Grad bei älteren Personen bereits als Fieber zu werten.
Das Risiko, an Infektionskrankheiten zu sterben, ist im Alter größer. So fallen zum Beispiel ältere Menschen dreimal häufiger einer Lungenentzündung zum Opfer als Jüngere. Lungenentzündungen und Harnwegsinfektionen sowie Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes (Eiterbildung) machen etwa 75 % der in Alterspflegeheimen auftretenden Infektionskrankheiten aus.
Bisher haben die Fortschritte der Medizin bewirkt, dass die Menschen immer älter werden; dadurch haben sich allerdings gesundheitliche Probleme ergeben, die erst noch in vollem Umfang untersucht und angegangen werden müssen.


Körperliche und geistige Schwäche im fortgeschrittenen Alter
 

Welcher liebevolle Tierbesitzer kennt sie nicht, die Probleme mit seinem Liebling, sei es nun Hund oder Katze, wenn sie ein bestimmtes fortgeschrittenes Alter erreicht haben:
dauernder Stuhlgang mit vergeblichem Drängen und Pressen, das das Tier so peinigt, dass es in seiner Not regelrecht Luftsprünge vollführt!
Oder leichte Temperaturerhöhung, appetitlos, verfroren, reichlich eitrig-brauner, zäher Vaginalausfluss, Durchfall - jedoch normaler Durst - lautes ängstliches Zähneklappern. Nebliges Sehen, ständiges Ofenwärmesuchen, Fettleibigkeit, Asthma, Schwächezustände, sogar kindisches Verhalten im Alter.

Ebenfalls im Alter nicht selten:
Das ständige laute Zähneklappern, insbesondere bei Tierarztbesuchen, bei fremden Menschen, oder in fremden Räumen. Auch nächtliches unruhiges Umherwandern, das einem den letzten Nerv raubt, ist bei älteren Hunden längst keine Ausnahme mehr.
Diesen typischen Altersbeschwerden kann man mit einem einzigen homöopathischen Heilmittel wirksam entgegentreten: Barium cabonicum ein wichtiges Mittel für körperliche und geistige Schwäche im fortgeschrittenen Alter. Erkrankungen mit Barium carbonicum als Simile neigen allgemein zu chronischem Verlauf. Das Erkennen des Mittels ist nicht immer einfach, wird aber etwas erleichtert durch die Tatsache, dass es sich fast immer um klein- bis zwergwüchsige Tiere handelt (nicht Rassen).
Auffallend bei Barium carbonicum ist, dass sich die Wirkung meist mit etwas Verzögerung einstellt und die Nachbeobachtung ein wenig Geduld verlangt.

Und nun zu den einzelnen Potenzen:

D 12, bei vergeblichem Drängen und Pressen bei dauerndem Stuhlgang (alle 30 Minuten)C200, bei leichter Temperaturerhöhung, sowie appetitlos, verfroren, eitriger zäher Vaginalausfluß, Durchfall und doch normaler Durst (alle 4 Wochen eine Tablette)

C 30, bei Apathie, dumpfes bis schwachsinniges Verhalten, zu schwach zum Trinken und Fressen (1 x täglich 1 Tablette bis Temperatur normal, dann in größeren Abständen

die C 200 bis zur Normalität)

Augenkrankheiten beim alternden Hund

Beim Star unterscheidet man den grauen, den Schwarzen und den grünen Star.
Beeinflussbar sind alle drei nur laut Wolff gering. Aber bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung und ausreichender Geduld - denn diese Kuren sind alle Langzeitkuren - lässt sich manches Erfreuliches erzielen, indem oft Stillstand und Rückbildung erreicht werden. Insbesondere beim Grauen Star sind hier aufgrund eigener persönlicher Erfahrung große Erfolge erreichbar!
Der graue Star ist, allgemein bekannt, eine Linsentrübung. Sie führt dazu, dass die Linse eine mehr oder weniger graue oder weiße Färbung erhält, so dass die Sicht wie durch ein Milchglasfenster erfolgt. Das Sehvermögen wird dementsprechend beeinflusst, und die Natur hilft sich, indem das Orientierungsvermögen sich mehr auf den Geruchssinn verlagert.
Als Altersstar, um das 10. Lebensjahr auftretend, sich aber schon längere Zeit vorher ankündigt, hat ihn fast jeder Hund. Der aufmerksame Tierbesitzer kann dieses milchige Anfangsstadium leicht feststellen und dementsprechend, wiederholt gesagt - mit Geduld -
leicht und sicher behandeln.
Mein zur Zeit ältester, Hund „Freddy“ inzwischen 16 Jahre alt, hat aufgrund intensiver Behandlung, 6 Wochen lang einmal im Jahr, immer noch glasklare leuchtende Augen

Dies ist mit den Mitteln:
1. Calcium fluoratum D 6, 2. Natrium muriaticum D 12, 3. Magnesium Carbonicum D 6 im täglichen Wechsel (von 1. bis 3.) erreichbar.
Allerdings muss man je älter das Tier, desto kürzer die Abstände der Gaben der Arzneien vorgehen.
Bei einem 8-10 Jahre alten Hund genügen noch 3 x täglich pro Medizin im täglichen Wechsel, bei älteren Tieren muss man schon wenigstens 6 x täglich pro Simile geben. In ganz seltenen Fällen, bei uns erst einmal beobachtet, kann es zu Durchfall kommen. Dann wechselt man die Reihenfolge des Homöopaths, indem man nicht mit Calcium fluoratum D 6 anfängt, sondern dann das 2. Mittel am Ersttag nimmt, also Natrium Muraticum D 12, dann am zweiten Tag Magnsium Carbonicum D 6, am 3. Tag Calcium fluoratum D 6, dann wieder von vorn, am 4. Tag mit dem Erstmittel.
Und dies wie gesagt wenigstens 6 Wochen lang - Sie werden überrascht sein vom Erfolg!

Nicht vergessen:
Am Leichtesten ist es, die Tablette zwischen 2 Kaffeelöffel zu Pulver zu zerdrücken, und dann ab in den Fang des Hundes. (Kurz zu heben, damit es haften bleibt). Bei Hunden, die diese Prozedur hassen, gibt es auch ein einfaches Lockmittel: Nehmen Sie vorher einen ¼ Kaffeelöffel mit einfachem Traubenzucker auf eine Untertasse gestreut und dann die zerdrückte Tablette darüber geben. Eine willkommene leckere und gesunde Abwechslung, die ihre Hundchen lieben werden.

PS: Alles was dem Hund hilft, gilt auch für Menschen.

Michael Kraft

 Die 1. Gabe

 von Michael Kraft, F 67930 Beinheim

 Prognose aus der Reaktion auf die 1.Gabe und der 2.Verordnung

 (bei chronischen Krankheiten)

Tipps für Hundebesitzer & Homöopathen

Nach der ersten Verordnung ist ein Fall selten abgeschlossen.
Eine homöo­pathische Therapie chronischer Erkrankungen ist keine Momentaufnahme, immer muss der Verlauf der Therapie im Auge behalten werden. Der Tierarzt muss wissen, wann er wieder mit Arzneien eingreifen darf und ob das Medika­ment gewechselt werden soll oder nicht. Wenn wir nicht den Regeln gemäß arbeiten, werden wir immer nur Anfangserfolge sehen können und kein Tier jemals als geheilt entlassen.

1. Um einen Patienten kontinuierlich therapieren zu können, ist es unumgäng­lich, seine Reaktionen auf unsere Arzneien zu kennen. Das bedeutet, dass die Tierhalter die Veränderungen genauestens festhalten müssen. Weisen Sie also Ihre Klienten darauf hin, sagen Sie ihnen, sie sollten schriftliche Noti­zen machen. Der Zeitpunkt der Reaktionen, ihre Stärke und etwaige Moda­litäten gehören alle ins Krankenjournal.
Die Tierbesitzer sollen vorurteils­frei beobachten. Sagen Sie ihnen also nicht, was eintreten kann, denn nur ein unvoreingenommener Beobachter beobachtet gut.

Eine Ausnahme von die­ser Regel gibt es allerdings: dass Erstverschlimmerungen eintreten können, das muss der Tierbesitzer wissen.
Vor der zweiten Verschreibung sollten Sie das Tier nach Möglichkeit noch­mals sehen. Eine telephonische Konsultation ist meist unzureichend.


Hierzu ein Beispiel:

Ein eineinhalbjähriger Labradorrüde wird vorgestellt wegen Hüftgelenkdys­plasie, die röntgenologisch nachweisbaren Veränderungen sind katastro­phal, eine Lahmheit besteht aber noch nicht, lediglich der Gang ist leicht schwabbelig.
Fünf Wochen nach der Arzneigabe erfolgt der Rückruf: keine Veränderung. der Hund gehe noch genau gleich. Während der zweiten Kon­sultation fällt aber auf. dass der Hund zwar noch den gleichen Gang aufweist, aber mit seinen nun Eineinhalb Jahren nun zum ersten Mal markiert.
Der persönli­che Augenschein wird in vielen Fällen dem Tierarzt eben wichtige Beob­achtungen ermöglichen.
Die zweite Grundlage. um eine Therapie erfolgreich zu Ende zu führen, ist das Aufarbeiten der durch die Tierhalter gemachten Beobachtungen. Schrei­ben Sie die Veränderungen in Ihren Anamnesebogen ein, Symptom für Sym­ptom an den zugehörigen Platz und mit Datum. Der Übersichtlichkeit halber können Sie für jeden neuen Bericht eine andere Farbe wählen. Diejenigen Symptome, die zwar auf Ihrem Anamnesebogen stehen, über die der Tierbesitzer aber spontan keine Angaben machte, müssen Sie einzeln durchfragen. Nur so werden Sie erkennen, ob eine Besserung palliativer Art oder homöopathischer Natur ist.

Reaktion auf die 1. Gabe

Die nachfolgend aufgeführten Reaktionsarten wurden von KENT erarbeitet. Die Praxis zeigt. dass auch in der Tiermedizin ein systematisches Arbeiten möglich ist.

1. Keine Veränderung
Solange keine Reaktion erfolgt, sind wir uns nie sicher, ob die gewählte Arznei auch wirklich gut gewählt war. Deshalb müssen solche Fälle nochmals sehr genau durchgehen. Oft kommt es aber vor (v. a. nach längeren Vorbehandlungen). dass man kein Ansprechen auf die 1. Gabe des richtigen Mittels hat. “Keine Reaktion“ heißt deshalb noch lange nicht in jedem Fall, dass die Arznei falsch gewählt war. Es kann auch sein, dass die verabreichte Potenz zu tief war oder dass ein Störfaktor vorliegt

2. Verschlimmerung,
die nicht aufhört, Zusammenbruch. Eine Verschlimmerung in den ersten Tagen freut uns meist, denn eine homöopathische Verschlimmerung hat eine gute Vorbedeutung. Nun hört aber die Verschlimmerung nicht auf, wird immer gravierender. Sie haben ei­nen Patienten vor sich, bei dem lebenswichtige Organe bereits ziemlich stark geschädigt sind. Wenn nach fünf oder noch mehr Wochen keine Besserung eintritt, dann ist die Prognose schlecht, der Zusammenbruch nahe. Sollten Sie zu Beginn einer Therapie Bedenken über das Ausmaß der Krankheit haben, untersuchen Sie das Tier klinisch eingehend und benutzen Sie auch alle notwendigen Labormethoden.
Die Lebenskraft einzuschätzen ist nicht immer einfach. Anhaltspunkte wie die Stärke der Lautäußerungen, die Kraft der Bewegungen oder der Tonus des Schwanzes können aber immerhin eine Idee geben.

3. Lange anhaltende Verschlimmerung, dann doch Besserung
Ein solcher Patient ist in besserer Verfassung als der oben beschriebene. Aber denken Sie daran. dass auch hier Organe geschädigt sind und der Patient an der Schwelle der Unheilbarkeit stand.
Nehmen wir als Beispiel ein Pferd mit Podotrochlose: Nach der 1. Verschreibung folgt eine Aggravation. Wenn diese eine Woche anhält, so sind wir zuversichtlich. Wenn aber nach fünf Wochen die Verschlimmerung immer noch anhält, bleibt uns nichts anderes übrig als den Fall von neuem zu studieren: handelt es sich wirklich um eine Erstver­schlimmerung. oder haben wir es mit einer anderen Reaktion zu tun? Solange keine Gefahr für das Tier besteht, hat man keine andere Wahl als zu warten oder Placebo zu verschreiben, bis eine Besserung eintritt. Die Pro­gnose dieser Reaktionsart ist gut. Wohl liegen strukturelle Schädigungen vor, aber der Organismus ist noch in der Lage. auf die Arznei mit einer Heilreaktion zu antworten.
Bei Tieren ist diese Reaktion wohl gar nicht so selten. weil die Homöopathie oft erst als letzte Hoffnung des Besitzers zum Einsatz kommt. Bedenken Sie, dass eine homöopathische Verschlimmerung länger als fünf Wochen andauern kann, und analysieren Sie die Fälle genau. Eine zu frühe 2. Verschreibung oder eine zu Unrecht applizierte andere Arznei kön­nen einen Fall unheilbar machen oder aber die Therapie beträchtlich komplizieren.

4. Rasch eintretende heftige Verschlimmerung, danach rasche und an­haltende Besserung
Für uns ist diese Reaktionsart die befriedigendste. Wir sehen dank der Aggravation, dass unsere Arznei richtig war, und wissen dank der schnell eingetretenen Besserung, dass die Prognose sehr gut ist. Es waren noch keine schwerwiegenden Gewebeveränderungen vorhanden. Wir müssen uns aber gerade in der Tiermedizin vor Augen halten, dass eine Erstverschlimmerung nicht in jedem Fall eintreten muss. Ihr Fehlen heißt nicht. dass die Arznei nicht richtig war.

5. Keine Erstverschlimmerung, langandauernde Besserung
Ein solcher Patient hatte das Glück. dass wir unsere Gabengröße maßgeschneidert für ihn verordneten. Diese Art der Reaktion tritt ein, wenn keine Gewebsschädigun­gen vorliegen, die Erkrankung ist bei solchen Patienten funktioneller Natur.

6. Anfängliche Besserung, dann Verschlimmerung
Bei dieser Reak­tionsart ist natürlich nicht eine sehr lange Besserung gemeint. Schon nach wenigen Wochen (i.d.R. vor vier Wochen) setzt wieder eine Verschlimme­rung ein. Es gibt zwei mögliche Ursachen für diese Reaktion: entweder wur­de ein palliativ wirkendes Medikament abgegeben oder der Patient ist un­heilbar. Beispiel: Eine Katze mit einem Plattenepithelkarzinom in der Maulhöhle und übermäßiger Hornbildung an den Ballen erhielt als Arznei eine Gabe Ant-c. C 30. Darauf wurde der Speichelfluss weniger und klar, und die schon lange bestehende Verstopfung verschwand. Das Tier ließ sich zum ersten Mal auf den Schoss des Besitzers nieder. Bereits nach vier Wochen war die Besserung vorbei. Obwohl die Besitzer überglücklich waren. deutete die Re­aktion auf eine unheilbare Krankheit hin.
Eine Wiederholung der Arzneigabe war ohne Wirkung. So musste das Tier bald schon eingeschläfert werden.
Die Kenntnis der Reaktionsarten hilft uns im Alltag für die Prognose und die ge­naue Beurteilung der Lage. Dem Tierhalter gegenüber ist sie ein Gebot der Höflichkeit und Ehrlichkeit.

7. Zu kurz andauernde Besserung (weniger als fünf Wochen)
Auch in die­sem Fall haben wir möglicherweise palliativ therapiert, d.h. eine falsche Arznei gewählt. Wir müssen uns aber bei einer derartigen Reaktion sonst noch fragen, ob irgend etwas in der Lebensweise des Patienten das Mittel stört. Dazu gehören Antidote (oder dem Tier nicht angepasste Lebensumstände (schlechtes Klima. schlechte Haltung, etc.) oder eine trau­matische Einwirkung (auch psychisch).

8. Die Symptome werden für die gesamte Wirkungsdauer besser, dem Patienten geht es nicht besser
Gemeint ist hier die Besserung vieler Sym­ptome. ohne dass sich der Patient im Ganzen wohler fühlt. Bei Patienten, de­nen wichtige Organe fehlen, kann die Arznei unter Umständen nicht mehr ih­re volle Wirkung entfalten. Hier kann oft nur Linderung, nicht aber völlige Wiederherstellung erreicht werden. KENT erwähnt als Beispiele dazu Status nach Herzinfarkt, Leberzirrhose, abgekapselte Tuberkel, Status nach Ne­phrektomie. Nach KÜNZLI gehören auch Patienten nach Hysterektomie, Strumektomie und eventuell nach Prostatektomie oder Vasektomie in die­se Kategorie. Bis jetzt fehlen jedoch Hinweise beim Menschen, dass die Entfernung von Tonsillen, Gallenblase oder Appendix ebenfalls solche Folgen haben können. In der Tiermedizin sind diese Folgen natürlich noch weniger bekannt. Die Erfahrung zeigt. dass nicht jedes kastrierte Tier nun diesbezüglich Probleme macht, meist wird man einen normalen Verlauf beobachten.

9. Arzneimittelprüfungs-Effekt nach jeder Gabe und bei jeder Arznei
An einem Beispiel soll diese Reaktion verdeutlicht werden. Es handelt sich um einen Hund mit Alopezie. Nach einer Gabe Psorinum reagierte er mit gro­ßem Hunger und Lebhaftigkeit, die Haut verschlimmerte sich. Dieser Zu­stand hielt an. auch nachdem einige Wochen verstrichen waren. Als näch­stes erhielt er Graphites. Darauf sonderte die Haut eine honigartige Flüssig­keit ab. Nach Hepar sulfuris stank der Hund so stark, dass er nicht mehr im Wohnzimmer bleiben konnte. Wir haben einen überempfindlichen Patien­ten vor uns. Nach jeder Gabe einer Arznei traten Symptome der verabreich­ten Arzneien auf.

10. Auftreten neuer Symptome
Sofern die Arzneiwahl richtig war, werden die neuen Symptome nicht gravierend sein und verschwinden nach einer ge­wissen Zeit von selbst. Falls neue Symptome aber gravierend sind, muss die Wahl der Arznei neu überdacht werden. Neue gravierende Symptome stellen z.B. Unregelmäßigkeiten beim weiblichen Zyklus dar. Ich erinnere mich an einen Fall mit Epilepsie; der betreffende Hund begann ein Jahr nach Thera­piebeginn mit Bluten aus dem Penis, unabhängig vom Harnabsatz. Die Pro­stata war vergrößert, der Hund wurde kastriert. Die Arzneiwahl war offen­sichtlich falsch gewesen, was nach sorgfältiger Aufarbeitung der Symptome ebenfalls deutlich wurde. In der Veterinärmedizin gilt es natürlich besonders vorsichtig zu sein. Denn häufig sind neu auftretende Symptome frühere Symptome, die vom Halter nicht bemerkt wurden, besonders wenn das Tier nicht von jung an beim glei­chen Besitzer war.

11. Rückkehr früherer Symptome
Dies ist ein Zeichen, dass die Krankheit auf dem Weg zur Heilung ist (HERINGSCHE Regel) Die Pro­gnose ist sehr gut, die Symptome werden in der Regel spontan wieder ver­schwinden.

12. Symptome schlagen falsche Richtung ein
Es handelt sich hier um ei­nen der HERINGSCHEN Regel entgegen gesetzten Verlauf, d.h. um eine Fort­pflanzung der Krankheit von der Peripherie zum Zentrum. also in lebenswichtigere Organe. Diese Situation tritt vor allem dann ein, wenn man ein Mittel verschreibt, das nur für die Lokalsymptome der Hauptbeschwerden passt. Wenn man also nicht die Gesamtheit der Symptome beachtet, sondern auf Grund der vordergründigen Symptome verschreibt, kann unter Umstän­den z.B. eine Hautkrankheit unterdrückt werden (Suppression), ohne dass der Patient geheilt wird.
Unter diesem Punkt ist auch noch die Palliation zu erwähnen: In der Regel handelt es sich dabei um eine temporäre Besserung der Symptome. derent­wegen uns der Tierhalter konsultiert hat. Meist haben wir bereits nach der zweiten oder dritten Gabe keine Reaktion mehr (vgl. 6. Reaktion). Die Bes­serung hält nicht lange genug an. Es kann zwar vorkommen, dass eine pallia­tive Besserung ein Jahr anhält, die zweite und dritte Gabe wirken dann nur noch kurz.

Ihr Michael Kraft

Die 2. Verordnung

von Michael Kraft, F 67930 Beinheim

Machen Sie nie eine 2. Verschreibung ohne sich Rechenschaft zu geben weshalb!
Solange der Patient noch in der Phase ist, wo er auf Ihre erste Gabe reagiert, ist eine 2. Verschreibung unvernünftig. Warten Sie, bis ein Stillstand eintritt oder Sie die Reaktion auf Ihre erste Verordnung aus dem Ver­lauf der Krankheit deuten können.

Für die 2. Gabe stellt sich neben der Frage nach dem richtigen Zeitpunkt die Frage nach dem richtigen Mittel. Im Prinzip gibt es folgende Möglichkeiten: A) dieselbe Arznei in derselben Potenz (Reaktion 1. 3. 4. 5, 8. 11)B) dieselbe Arznei in einer anderen Potenz (Reaktion 6. 7, Punkt 15)C) eine andere Arznei: ein Antidot zur 1. Gabe (Reaktion 2)D) eine andere Arznei: eine besser gewählte (Reaktion 6. 7, 10, 12)E) eine andere Arznei: ein Komplementärmittel (Punkt 13)F) eine andere Arznei: gegen ein anderes Miasma (Punkt 13)G) eine andere Arznei: eine Nosode (Punkt 14)

Zu welchem Zeitpunkt nun soll man die 2. Verschreibung machen?
Erst dann, wenn eine anhaltende Verschlimmerung wieder zu beobachten ist. Ge­hen Sie keine weitere Arznei während einem Stillstand, vielleicht hält die Besserung noch an. Selten wird ein Fall durch zu langsame Repetition un­heilbar, oft aber durch übereiltes Handeln. Der Potenzierungsgrad, den wir hei der zweiten und den weiteren Verschrei­bungen wählen, hängt von der Reaktion auf die erste Gabe ab. Im allgemei­nen aber gehen wir nach der Kent‘sche, Skala, der von J.T. KENT erprobten Stufenleiter, vor: die 2. Gabe wird auf derselben Potenzstufe wiederholt, dann folgt zweimal die nächst höhere Stufe, etc. Nach der C XM beginnt man wieder bei der C 30 oder C 200. Man kann in ge­wissen Fällen nach der C XM noch zweimal eine C 100000 verordnen, deren 5 Wirkungsdauer bei drei Monaten liegt.

Die folgenden Ratschläge für die 2. Verschreibung stammen von KÜNZLI

1. Keine Reaktion nach 35 Tagen
Nach 35 Tagen passiert nichts: zweite Dosis derselben Potenz, eventuell dritte Dosis auf nächst höherer Stufe (KENTsche Skala). Man könnte einwenden, dass auf diese Weise viel Zeit unnütz verstreicht. Oft (ca. 5-10% der Fälle) hilft aber erst die zweite oder dritte Gabe. Und es ist nichts ärgerlicher, als sich später, nach einer missglückten Therapie. die Frage stellen zu müssen, ob nicht doch die 1. Arznei die richtige gewesen wäre. So verliert man jedenfalls mehr Zeit und Energie als mit einem systematischen Vorgehen. Erst wenn dann noch immer keine Reaktion eintritt, Arznei wechseln.

2. Andauernde Verschlimmerung
Was man tun kann, ist ein Antidot zu verabreichen (vgl. Kapitel 23). Es muss aber gesagt werden, dass ein Antidot desto weniger wirkt, je schlimmer der Zusammenbruch ist. Ein Beispiel da­zu: Ein Berner Sennenhund litt an Lymphosarkom.
Nach Verabreichung der Arznei wurden die Lymphknoten immer größer; keine Arznei konnte den Prozess wirklich umkehren. Es war unmöglich, eine Besserung zu erreichen, die länger als eine Woche andauerte. In Zweifelsfällen benutze man bei der 1. Gabe bei tierischen oder mineralischen Arzneien eine C 30, bei pflanzlichen Mitteln höchstens eine C 200. Falls nun eine homöopathische Arznei als Antidot angewendet wird, sollte man bezüglich Potenzhöhe ebenfalls diese Regel einhalten und lieber versu­chen, mittels pflanzlichen Mitteln den Zusammenbruch zu stoppen als mit tierischen oder mineralischen.
Wenn es gelingt, die Aggravation zu stoppen, fahre man zunächst auf palliativem Wege fort. Wenn sich die Lebenskraft soweit erholt hat, dass mit dem Simile weitergefahren werden kann, dann wähle man niedrige Potenzen, am besten sogar Q-Potenzen.

3. Lange Verschlimmerung, dann Besserung
Solange die Besserung an­hält, keine weitere Gabe. Erst wenn wieder eine anhaltende Verschlimme­rung zu beobachten ist, wiederhole man dieselbe Arznei in derselben Po­tenz. Weiterfahren gemäß KENT‘scher Skala. Allerdings muss davon abgewi­chen werden, wenn die Reaktion auf die 2. Gabe wiederum eine lang dauern­de Verschlimmerung ist. In diesem Fall wird solange dieselbe Potenz wie­derholt, bis keine lange Erstaggravation mehr zu beobachten ist.

4. Kurze Aggravation, dann Besserung
Weiterfahren gemäß KENT‘scher Skala

5. Besserung ohne Aggravation
Weiterfahren gemäß KENTscher Skala.

6. Anfängliche Besserung, dann Verschlimmerung
Falsches Mittel: warten Sie 35 Tage ab und geben Sie eine besser gewählte Arznei. Es ist wichtig, sich Zeit zu lassen, um wirklich sicher zu sein, dass das Mittel nur palliativ wirkte. Zweitens wird sich nach einer gewissen Zeit der ursprüngliche Krankheitszustand wieder einstellen, so dass die besser Zeit gewählte Arznei verabreicht werden kann. Ansonsten muss eine Arznei gesucht werden, welche den neuen Zustand abdeckt. Unheilbar: nach Möglichkeit 35 Tage abwarten, dann dieselbe Arznei auftieferer Stufe wiederholen, eventuell palliativ arbeiten.

7. Zu kurz dauernde Besserung
Falsches Mittel: Wechseln der Arznei Störung der Wirkung: Grund ausschalten, dann wie üblich nach der KENT‘schen Skala arbeiten. Schwere Organschädigungen (siehe unter 6. Reaktion).

8. Symptome besser, Patient nicht besser
Hier gilt es wiederum abzu­warten, bis die Symptome sich verschlimmern. Dann gibt man das gleiche Mittel in der gleichen Potenz. Dann fährt man weiter gemäß der KENT´schen Skala.

9.Arzneimittelprüfungseffekt
Solche Patienten sind mit homöopathischen Arzneien schwierig zu behandeln. Versuchen Sie es mit tiefen Poten­zen, d.h. gehen Sie nie über eine C 200 (bei mineralischen Arzneien evtl. nur bis zu einer C 30). Aber auch so werden Sie selten eine Heilung erreichen. Ei­ne Möglichkeit wäre hier eventuell die Anwendung von Methoden der tradi­tionellen chinesischen Medizin. Als weiterer Tipp: im Svnthetischem Reper­torium (11/365) findet sich eine Rubrik Medicaments, oversensitive to high potencies. Aber wie gesagt, solche Patienten sind homöopathisch oft unheil­bar. Sie kommen allerdings auch sehr selten vor.

10. Neue Symptome

Unbedeutende Symptome: abwarten, bei Verschlimmerung gleiche Arznei in gleicher Dosis (KENTsche Skala).

Gewichtige Symptome: auch hier sollte nicht vor Ablauf von 35 Tagen ein neues Mittel gegeben werden, es sei denn, die neuen Beschwerden sind sehr störend. Wenn Sie nicht bis zum Verschwinden der Symptome warten, dann müssten Sie den momentanen Krankheitszustand therapieren, also neue und alte Symptome gleichermaßen zur Mittelfindung beiziehen.

11. Frühere Symptome kehren zurück und bleiben
Wenn möglich sollte man diese Symptome spontan ablaufen lassen. Nur wenn die wieder aufge­tretenen früheren Symptome wirklich sehr lange anhalten (sechs Monate), darf das Mittel wiederholt werden (dieselbe Arznei in derselben Potenz).

12. Falsche Richtung der Symptome
Der Fall muss nochmals gründlich studiert werden. Dann wird ein besser passendes Mittel gegeben (vgl. Punkt 6, 5. 199).
Die weitere Behandlung Der wichtigste Grundsatz - es sei wiederholt - ist der, dass man nie in eine Besserung hinein etwas verordnen darf. Es versteht sich von selbst, dass die unter 2. Verordnung angegebenen Richtlinien analog auch auf jede weitere Verschreibung angewandt werden können. Als Spezialfälle seien noch fol­gende Reaktionen erwähnt:

13. Nicht alle Symptome verschwinden
Die Therapie verläuft gut, aber einige Symptome verschwinden nicht. Erst gewählte Arznei repetieren, bis sie nichts mehr bewirkt. Wenn dann nach zwei Potenzierungsstufen (KENT`sche Skala) nichts mehr geschieht, dann können Sie die Arznei wech­seln. Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten: Ein passendes Komplementär­mittel (siehe Kapitel 23), oder eine Arznei gegen eine andere Diathese (Psora, Sykose, Syphilis). Überlegen Sie jeweils, ob die verbliebenen Sym­ptome auf eine andere Diathese hinweisen, und geben Sie, wenn ja. ein ge­gen dieses chronische Miasma gerichtetes Medikament.

Ein Beispiel:

Ein Deutscher Schäferhund mit Pemphigus, Angst vor Gewitter, wechselndem Durchfall. Warzen und rheumatischen Beschwerden wurde erfolgreich mit Sepia behandelt. Auch nach drei Jahren waren aber Warzen und Rheuma noch vorhanden, was als Zeichen für Sykose gedeutet wurde. Mit dem pas­senden Homöosykotikum (Thuja ) verschwanden nach einer einzigen Gabe diese Warzen sowie die rheumatischen Beschwerden.
Später brauchte das Tier wieder Sepia.

14. Das richtig gewählte Mittel wirkt nicht mehr
In solchen Fällen ist an die Verabreichung einer Nosode zu denken. Geben Sie die aufgrund der Symptome am besten passende.

15. Q-Potenzen
werden angewendet, wenn man allopathische Medikamen­te nicht absetzten kann oder eine Erstaggravation äußerst unangebracht ist. Q-Potenzcn werden solange gegeben bis eine Verschlimmerung eintritt, man nennt diese Art der Aggravation Spätverschlimmerung. Auch Q-Poten­zen werden in einer steigenden Reihe verordnet: Q1 - Q2 - Q3 - Q4 - etc.. Nach einer Spätaggravation wird das Vergehen derselben abgewartet und dann mit Einzelgaben (C-Potenzen) die Therapie weitergeführt!

Verordnungs und Potenzierungstabelle:

Potenz

Wiederholung

Mindestwirkungsdauer

C 30

2 x

35 Tage

C 200

2 x

35 Tage

C M (1000)

2 x

35 Tage

C XM

2 x

35 Tage

C CM

2 x

90 Tage

Nach der C XM beginnt man wieder bei der C 30 oder C 200. Man kann in gewissen Fällen nach der C XM noch zweimal eine C 100`000 verordnen, deren Wirkungsdauer bei drei Monaten liegt!

Ihr Michael Kraft

 

Die gebährende Hündin

Freier Bericht von Michael Kraft, F. Beinheim

Den meisten Hundezüchtern ist zwischenzeitlich bekannt, dass man mit Pulsatilla D6, 14 Tage vor dem errechneten Wurftermin, 2 x täglich eingegeben, eine problemlose Geburt einleiten, sprich ein Querlegen der Welpen und somit einen Kaiserschnitt verhindern kann.

Trotz alledem bin ich mitunter doch sehr erstaunt zu hören, dass trotz gewissenhafter Befolgung und Anweisung des Eingaberhythmus, immer noch Schwergeburten (ohne Riesen-Früchtewuchs) vorkommen sollen.
Bei genauerer Hinterfragung erfährt man dann, dass entweder viel zu früh Pulsatilla gegeben, bzw. die Eingabe wie vorgegeben nicht eingehalten wurde.
Gerade mit dem zu frühem Beginn erreicht man das glatte Gegenteil und hat anstatt einer problemlosen, eben eine Problem behaftete, schwere Geburt zu erwarten.

Ein viel beklagtes Leid, ist auch das lange Nach- und Ausbluten der Gebärmutter noch viele Wochen nach der erfolgten Geburt. Hier kann man ebenfalls mit Homöopathika erfolgreich eingreifen und hat mit Lymphomyosot-Tabletten, (beginnend 14 Tage vor der Geburt, kann zusammen mit Pulsatilla D6 eingegeben werden) ein hervorragendes Mittel, so dass spätestens 2 Wochen nach dem Wurf sämtliche „Blutbrünnlein“ zum Stillen gebracht werden können. Man beginnt 14 Tage vor dem Geburtstermin und gibt 3 x täglich 1 Tablette Lymphomyosot, und gibt dies 2 bis 3 Wochen nach dem Werfen in gleicher Dosis weiter.

Schon vor dem Geburtsverlauf wird man bemerken, dass der Blutauswurf wesentlich stärker verläuft als bisher und der übliche unangenehme „Amoniakgeruch“ ist wesentlich verhindert. Die Gebärmutter wird bereits mit Beginn des Welpenauswurfes gereinigt!

 

Durchfall bei Welpen

Freier Bericht von Michael Kraft, F. Beinheim

Der größte Schrecken beim Hundezüchter, ist mit Sicherheit die Durchfallerkrankung des wenige Tage alten Welpen, die zumeist durch den hohen Wasserverlust mit dem Tode endet. Der unreife Darm des Welpen, der noch nicht selbstständig arbeiten kann, lässt eine mikrobielle Besiedlung nicht zu und die Anzahl der coliformen Keime wächst stündlich.

Die entscheidenen Ursachen hierfür sind bis heute nicht eindeutig geklärt.
Die Darmschleimhaut und Flora werden zwar als Mithauptursache genannt, und dass diese für virale und bakterielle Erreger gerade in den Ersten Lebenstagen besonders empfindlich sind, ist zwar kein Geheimnis, aber die schweren Verlaufsformen der Darmerkrankung sind doch noch weitgehend unerforscht und verlaufen oft nicht nach dem gleichen Schema.
Neueste Forschungsergebnisse belegen nun, dass bei Versuchen mit Placebo-Homöopathie- und Allopathie - Medikamenten, die homöopathisch-homotoxologischen Patienten die besten Überlebungschancen hatten!

Die eingesetzten homöopathischen Mittel:

Nux vomica Homaccord und Veratrum-Homaccord reduzierten nicht nur den Anteil coliformer Keime, sondern sorgten auch für den lebenswichtigen Aufbau des Wassergehaltes im Kot!

Behandlungsvorschlag:
Je nach Größe der Rasse: je 5 - 10 Tropfen oral im 15-minütigen Abstand, bis zur Ausheilung

Ihr Michael Kraft

 

Epilepsie

Freier Bericht von Michael Kraft, F. Beinheim

Auffallend zu beobachten sind bei bestimmten Hunderassen, wie Cockerspaniel, Zwerg- und Rehpinschern, aber auch immer mehr bei den Pudelvarianten die Zunahme von epileptischen Anfällen, die sich insbesondere mit zwei vorhergegangenen Ereignissen ankündigen:

Einmal durch besondere Temperaturschwankungen (ca. 10 ° nach oben oder unten, von einem Tag auf den anderen), oder durch die erhaltene Jahresschutzimpfung, Tage oder Wochen zuvor!
Wenn, je nach Jahreszeit, beide für das arme Geschöpf zutreffende Varianten aufeinander treffen, sind die folgenden Epilepsieanfälle umso stärker, intensiver, als auch in kürzeren Abständen folgend zu erwarten! Jeder betroffene Hundebesitzer kann ein leidvolles Liedchen davon singen, wenn er hilflos mit ansehen muss, wie sein geliebtes Tier von einer Sekunde auf die andere, von diesen Anfällen betroffen wird.
Zwar sind Diese nicht lebensbedrohend, aber die Abstände unbehandelter Epilepsieanfälle werden mit der Zeit immer kürzer und umso heftiger. Die Behandlung mit chemischen Präparaten verspricht nur kurzfristigen, wenn gar keinen Erfolg. Manch derart strapaziertes Hundebesitzerherz kennt dann letztendlich nur noch den schweren Gang zum Veterinär, um sein Tier einschläfern zu lassen, um es von seinen Qualen zu befreien.

Mir persönlich wurden in diesem Jahr drei derartige Fälle (Pudel und Pinscher) unterschiedlichen Alters und Geschlechtes vorgestellt.
Bei einem davon waren sogar neun aufeinander folgende Anfälle unterschiedlicher Stärken und Zeitlängen innerhalb zwei Stunden gezählt worden. Immer waren Temperaturstürze vorangegangen, bei letztem vorliegenden Fall wurde zuzüglich die große (5fach) Jahresschutzimpfung wenige Tage zuvor verabreicht.
Bei ähnlich vorliegenden Fällen wurde auf Nachfrage, eine hohe Konzentration an Anfällen, bei vorangegangenen chemischen Veterinärbehandlungen gezählt. Nun kann man über Sinn und Unsinn von Jahresschutzimpfungen für Hunde diskutieren wie man will.
Tatsache ist eben, dass rassespezifisch Epilepsieanfälle übermäßig oft nach diesen Prophylaxen Eingriffen vorkommen. Ist man sich dieser Tatsache bewusst, kann man jedoch mit der Homöopathie erfolgreich dagegen einhergehen!
Apis D 3 und das Kombinationspräparat „Lymphomyosot“ helfen, so dass:
1. Die Anfälle in kürzeren Zeitabständen auftreten, und
2. Dass jeder nachfolgende Anfall im Ausmaß schwächer wird.

Was ist zu tun?
Wenn man auf die Jahresschutzimpfung nicht verzichten möchte, sollte man sich einen Tierarzt suchen, der das Tier auf Gewicht impft und gegebenenfalls das Präparat wechselt. Als nächstes muss man dem Hund eine Woche vor der Impfung beide homöopathischen Präparate alle zwei Stunden zusammen eingeben. Eine Nachbehandlung nach der Impfung im gleichen Zeitrhythmus, eine Woche danach, ist ebenfalls erforderlich.

Wetterberichte beobachten!
Jede Temperaturschwankung von 10° nach oben oder unten, von einem Tag auf den anderen, erfordert die gleichen homöopathischen prophylaktischen Maßnahmen. Also ein Tag zuvor alle 2 Stunden eine Tablette Apis D 3, sowie 1 Tablette Lymphomyosot! Sie werden auf den Erfolg stolz sein und ich würde mich freuen, wenn Sie mir darüber berichten

Ihr Michael Kraft

 Erkältung

von Michael Kraft, F 67930 Beinheim

Bei der letzten Folge meiner Rubrik, führte ich Sie kurz auf den Gründer der Homotoxokolielehre, Dr. Heinrich Röckeweg, Gründer der größten europäischen homöopatischen Herstellers, der Firma HEEL, Baden-Baden ein.

Das bekannteste auch von allopathisch ausgebildeten Ärzten und Veterinären eingesetzte Mittel von HEEL, ist Taumeel. Erhältlich in Injeel, Tropfen, Tabletten, und auch als Salbe.

Dieses Mittel wird nicht nur als Sofortpräparat wie z. B. bei Unfällen, Schock, Narkoseschock, Prellungen, Verstauchungen, Brüchen, bei Problemen des Zentralen Nervensystems (ZNS), oder auch als Schmerzsimile eingesetzt, sondern auch begleit-und kreislaufunterstützend mit anderen homö-opathischen Präparaten kombiniert.

Traumeel ist ein Compositiosmittel, das aus sage und schreibe 14 verschiedenen homöopathischen Einzelmittel besteht, die sich zusammen ergänzen und synergistisch im Einklang wirken.
Ausgehend von der Sicht Reckewegs, dass der menschliche Körper ein Fließsystem ist, dementsprechend auch eine Krankheit kein feststehendes Satidum hat;. wir sprechen ja auch bewusst von einem Krankheitsablauf oder Krankheitsgeschehen, das sich fließend in immer neuen Schüben zur Verbesserung oder auch zur Verschlimmerung entwickelt, hat er diese so genannten Compositen, wie eben Traumeel, Nux vomica - Homaccord, Zeel, Gripp Heel, Engystol und viele andere mehr geschaffen, die mehrere einzelne homöopathische Mittel enthalten, auch in unterschiedlichen Potenzen.
Diese Compositen haben im Gegensatz zu einzelnen Präparaten einen Beipackzettel, auf denen beschrieben ist, wozu und zu welcher Krankheit sie eingesetzt werden. Ausgehend von dem Fließgedanken des Körpers sagt nun Reckeweg, dass der kranke Körper bei Einnahme eines Compositums das Mittel und die entsprechende Potenz aufnimmt, die er braucht.

Die anderen Substanzen fließen unverbraucht und ohne Nebenwirkungen vorbei.
So kann man nun ein solches Compositum als Basismittel einsetzen, aus dem man dann, das oder die einzelnen homöopathischen Simile herausschälen kann. Voraussetzung ist natürlich immer eine genaue Beobachtung des Tieres auf kleinste Veränderungen im positiven wie auch negativem Bereich!

Erkältungskrankheiten - im Sommer immer mehr - als im Winter

Durchzug im Wohnbereich, im Zwinger, sowie bei Urlaubsfahrten und Tagesausflügen im Auto, ob bei geöffneten Fenstern oder mit Geschlossenen bei eingeschalteter Klimaanlage, lassen unsere Hunde immer mehr unter Erkältungssymptomen leiden, wobei anfangs mit Mandelentzündung, Augenerkrankungen wie Bindehautentzündung, Brustfellentzündung, Husten, bis zur ausgewachsenen Lungenentzündung alle Erkrankungen der oberen sowie unteren Atemwege vorkommen können.
Mich schaudert immer wieder, wenn ich „tierliebende“ Hundebesitzer mit weit geöffneten Autofenstern durch die Gegen fahren sehe. Wobei nicht einmal selten, noch der Kopf des Tieres aus dem Fenster lugt. Selbst wenn der Hund auf der Rückbank zusammengekauert daliegt, sind diese offenen Fenster ein Gefahrenherd von nicht zu unterschätzender Größe.

Bindehautentzündungen, gerade bei großäugigen Hunderassen, wie Chihuahua, Pekinese, Shi-Tzu u.a. sind schnell entstanden und sind nicht nur unansehnlich, sondern auch äußerst schmerzhaft für das betroffene Tier! Hier muss man schnellstens handeln und die betroffenen Augen mit einer „Euphrasialösung“ - 10 Tropfen Tinktur auf ¼ ltr. warmer isotonischer Kochsalzlösung (1 Esslöffel Salz auf 1 ltr. Wasser) ausgespült werden.
Zugleich geben wir Euphrasia D 3 Tabletten im stündlichen Abstand, bis zur Ausheilung.

Mandelentzündungen machen sich anfangs mit Schluckbeschwerden, häufiges schmatzen und Gähnen, sowie sich selbst im Gesicht abschlecken bemerkbar. Der weitere Verlauf dieser Tonsillitis ist das langgezogene Husten des Tieres, als ob ein Haar oder ein Fussel im Hals stecken würde. Nicht immer, gerade bei Kleintieren ist beim Abtasten des Halses eine geschwollene Mandel fühlbar und merkwürdigerweise haben schon des öfteren Veterinäre natürlich erst einmal ein Schmerzmittel gespritzt, weil ja bedingt durch diese Entzündung noch andere Begleiterscheinungen, wie Erbrechen von Futter und Wasser, sowie Erbrechen von Schaum entstanden sind, was ja kein Wunder ist - denn jede Schluckbewegung schmerzt und reizt - und die entstandenen toxischen Körpergifte werden ja auch bei der Futteraufnahme mit hinunter geschluckt und arbeiten dann. - Folgen wie beschrieben.

Bei diesen Mandelentzündungssymtomen, die auch sehr häufig durch die intensive Kühlung des Autos durch die Klimaanlage entstehen, haben wir mit einem einzigen Mittel, mit APIS D3 ein Simile zur Hand, dass nicht nur schnell, sondern auch bei rechtzeitigem Einsetzen schnell und gründlich aufräumt. Sollten die „Schreckgespenster“ wie dieses „Fussel-Haarhusten“ schon eingetroffen sein, scheuen Sie sich nicht, im ¼ stündlichen Abstand eine zerpulverte APIS D3 - Tablette bis zur Besserung, dann im 1-2 stündlichen Abstand, bis zur Ausheilung einzuflößen.

Hat aber bereits der trockene quälende Husten eingesetzt, weil die ganze Erkältung eine Stufe tiefer gerutscht ist, nämlich auf die Bronchien, muss man Bryonia & Spongia jeweils in der D 6 zusätzlich geben. Dies können Sie, wie immer, zusammen mit APIS D3 kombinieren, also alle 3 Tabletten zusammen zu Pulver zerdrücken und gleichzeitig eingeben. Auch die Firma HEEL bietet hier in ihrem reichhaltigen Repertoire ein hervorragendes Compositum, nämlich Gripp-heel. Dieses Mittel sollte ebenfalls in keinem Haushalt fehlen, insbesondere wenn man eben des öfteren mit Erkältungen beim Hund oder Mensch zu tun hat.
Ich persönlich setze Grippheel auch kombiniert mit den genannten Einzelmitteln ein, insbesondere aber, wenn ich es mit der äußerst schmerzhaften Brust-Rippenfellentzündung zu tun habe.

Hündinnen sind bei dieser schweren Erkältungsform eher als Rüden prädestiniert.

Wenn ein Hund davon befallen ist, was meist nach offenen Fensterfahrten im Auto, also wieder einmal bei Zugluft, ist schon jede Berührung an unserem Haustier so schmerzhaft, dass man den Hund nicht einmal mehr hochheben kann, ohne dass das Tier schreit. Jede Bewegung, auch die unbewussten in der Nacht, lässt den Hund vor Schmerzen aufjaulen, so dass man auch schon fälschlicherweise an einen Bandscheibenvorfall denken kann, weil eben Berührungsängste bei unserem Hund schon vorherrschen, dass er sich auf gar keinen Fall anfassen lassen will. Bei manch betroffenem Tier kann man eine leichte „Talgablagerung“ auf der Brust abtasten. Sie kommt einem etwas nass, bzw. wässrig vor, als ob das Tier beim Wassertrinken etwas feucht geworden wäre.

Hier hat man mit Bryonia D6, sowie Belladonna D6 kombiniert mit Grippheel eine tatkräftige Waffe zur Hand, die binnen 3 Tagen nicht nur kräftig aufräumt, sondern auch die gefürchtete anschließende Lungenentzündung, die schon vielen Tieren den Tod gebracht hat, erst gar nicht aufkommen lässt. Bei eben diesen akuten schmerzhaften Fällen, gibt man zuerst die Kombination Grippheel/Bryonia D6, dann die nächste Stunde die Kombination Grippheel/Bel-ladonna D6, dann wieder von vorne im stündlichen Wechsel. Dies zumindest den ersten Tag, dann am zweiten im 2-stündigen Wechsel, und am Dritten alle 4 Stunden. Abschließend eine Woche lang, noch jeden Morgen, Mittag und Abend die Kombination Grippheel/Belladonna D6/Bryonia D6 zusammen. Also alle drei Mittel zusammen zu Pulver zerdrücken und in den Fang, auf die Schleimhäute geben.

Auch hier werden Sie wieder vom raschen Erfolg erstaunt sein, und denken Sie immer daran:

Was dem Hund hilft, hilft auch dem Menschen!

Michael Kraft


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